Ausrüstung

Wir sind Langbogenschützen.

Ein Langbogen besteht aus zwei Teilen: Dem Griffstück mit den Wurfarmen in einem Teil, und der Sehne. Dabei darf die Sehne die Wurfarme nur jeweils an den Bogennocken berühren.

Liegt sie an den Wurfarmen auf, spricht man vom Recurvebogen. Bögen mit Seilzügen heißen Compoundbögen.
Recurve- und Compoundbögen können mit Zubehör (Stabilisator, Visier) geschossen werden. Der Langbogen wird ohne Zubehör geschossen.

Bei uns im Verein werden drei Typen von Langbögen geschossen:

Der englische Langbogen

Dieser Bogen sieht wie ein „D“ aus und besteht aus einem Stück Holz. Das Griffstück ist nicht ausgearbeitet. Die meisten, die solch einen Bogen bei uns schießen, haben einen Bogen aus Eibe.

Einige haben als Pfeilauflage bzw. zum Schutz des Bogens noch ein Stück Horn auf oder eingearbeitet. (Text wird noch ausgearbeitet)

Der Self-Bow (Flachbogen)

Dieser Bogen besteht ganz aus Holz und ist manchmal noch mit Rohhaut oder ähnlichem verstärkt. Die Enden des Bogens, die so genannten Tips, sind manchmal mit Horn verstärkt, um das Holz vor der Sehne zu schützen.

Es werden die verschiedensten Hölzer zum Bogenbau verwendet und auch Kombination von verschiedenen Holzsorten. Eine der bekanntesten und auch besten Holzart für den Bogenbau war und ist jedoch die Eibe (siehe auch den englischen Langbogen).

Der moderne Langbogen (Flachbogen)

Die „modernen“ Langbögen besteht zwar immer noch zum größten Teil aus Holz, sind jedoch mit Fiberglas verstärkt worden. Außerdem besitzen sie im Gegensatz zum traditionellen Langbogen ein Griffstück und eine Pfeilauflage, wodurch sie leichter zu schießen sind und sich besonders für Anfänger eignen.

Durch die Verwendung von modernen Materialien sind diese Bögen auch pflegeleichter, witterungsbeständiger und haben eine bessere Schussleistung, wobei es auch hier immer noch auf den Schützen ankommt, also erwartet keine Wunder.

Holzpfeile

Wie bei den Bögen, so gibt es auch bei den Pfeilen verschiedene Material- und Bauarten. Für die Anfängerkurse und Bogenstände stellen wir Vereinspfeile. Später hat jeder Schütze und jede Schützin seine/ ihre eigenen Pfeile – so wissen wir immer, wem ein Pfeil gehört. Diese kann man entweder teuer kaufen oder billiger selbst bauen.

Moderne Pfeilschäfte bestehen aus Aluminium oder Carbon, wir verwenden Holzschäfte aus Fichte oder Zeder und bei Turnieren außerhalb unseres Vereins auch Carbonschäfte, die eine Holzoptik aufweisen. Die Nocken werden entweder aufgeklebt (Plastiknocken), oder – die traditionelle Variante – in den Schaft gesägt.

Die Befiederung erfolgt mit, teils gefärbten, Naturfedern. Auch hier variiert das Design. Wir umwickeln die Federn zusätzlich mit Zwirn oder Mittenwicklungsgarn.

Unsere Spitzen sind  Metallspitzen zum Schrauben oder Kleben. Wir bevorzugen die historisch belegten History Points, möglich sind aber auch Feldspitzen oder Spezialspitzen wie Selbstgeschmiedetes, Judopoints oder Pfeifen.

Mit Rücksicht auf Scheiben und 3D-Ziele werden bei uns keine Jagdspitzen geschossen.